Sofortprogramm Hochwasserhilfe
„Wir lassen niemanden in dieser schwierigen Situation allein. Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich zu einem ganz normalen Leben in Sachsen-Anhalt zurückzukehren," betonte Ministerpräsident Haseloff. Er hat sich mi dem Finanzminister über ein Sofortprogramm zur Hochwasserhilfe verständigt. Es steht für Privatpersonen, Kommunen und Gewerbetreibende bereit.
In einem ersten Schritt werden aus dem laufenden Landeshaushalt 20 Mio. € eingesetzt. Mit Kompensationsleistungen des Bundes stehen dann insgesamt 40 Mio. € zur Verfügung. Die Abwicklung wird im Finanzministerium erfolgen. Einzelheiten werden in Kürze bekannt gegeben.
Videobotschaft: Wir tun das Menschenmögliche, um Hochwasserschäden zu begrenzen
„Alle Beteiligten tun das Menschenmögliche, um die Schäden durch die Hochwasserkatastrophe in Grenzen zu halten." Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in seiner aktuellen Videobotschaft. Haseloff dankte allen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern. Sie würden sich in einem Maße aufopfern, wie er es bisher überhaupt noch nicht kennengelernt habe.
Die Prognosen zeigten, dass mit bisher noch nicht erreichten Pegelhöchstständen zu rechnen sei. In den letzten Jahren sei viel in den Hochwasserschutz investiert worden. Dennoch werde es Punkte geben, an denen zusätzliche Vorkehrungen erforderlich seien. Umso wichtiger sei es, die verfügbaren Kräfte so zu bündeln, dass die Vorsorge an den kritischen Stellen entsprechend getroffen werden könne.
Zur Videobotschaft das Ministerpräsidenten Dr. Haseloff
Herzlicher Dank an Helferinnen und Helfern!
Ministerpräsident Dr. Haseloff zeigte sich tief beeindruckt von dem unermüdlichen Engagement der vielen Helferinnen und Helfer sowie der Mitarbeitern der Krisenstäbe.
Er sagte dazu: "Der Zusammenhalt und die große Hilfsbereitschaft ist eine gute Grundlage für die Bewältigung der Herausforderungen in den nächsten Tag! Mein herzlicher Dank gilt in diesen Stunden allen Helferinnen und Helfern in Sachsen-Anhalt!"
Land lässt Hochwasser-Geschädigte nicht allein
Nach der Bildung des Krisenstabes hat sich auf Anweisung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff auch eine interministerielle Arbeitsgruppe „Schadenserhebung und -regulierung Hochwasser 2013" gebildet.
Haseloff: „Mir ist wichtig, dass wir uns rechtzeitig auf eine umfassende Schadenserhebung vorbereiten, die dann Grundlage für die Schadensregulierung ist. Wir lassen die Hochwasser-Geschädigten nicht allein. Ähnlich wie schon beim Hochwasser 2002 und bei der Unwetterkatastrophe 2011 im südlichen Salzlandkreis sind Hilfen in besonderen Härtefällen denkbar."
Die Palette möglicher Hilfsleistungen wird in EU, Bund und Land derzeit beraten. Einzelheiten werden durch die zuständigen Ministerien geprüft.
Ministerpräsident weist Bildung des Krisenstabes der Landesregierung an
Auf Weisung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff ist am Dienstagmorgen der Krisenstab der Landesregierung zur aktuellen Hochwasserlage einberufen worden. Er soll die auf Landesebene erforderlichen Entscheidungen treffen und die entsprechenden Maßnahmen gewährleisten.
Der Krisenstab wird laut Beschluss der Landesregierung vom 19. Mai 2009 eingerichtet, wenn eine Krisenlage eine so enge Kooperation mehrerer Ressorts erfordert, dass sie im Rahmen des normalen Geschäftsgangs nicht gewährleistet werden kann. Die Leitung und Geschäftsführung des Krisenstabs obliegt dem Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt. Hier ist der Krisenstab auch angesiedelt.
Aufgaben des Krisenstabs sind unter anderem die Koordination der Einsatzleitung und die Koordination der Zusammenarbeit mit anderen Ländern und dem Bund.
Weitere Informationen zur Arbeit des Krisenstabs, insbesondere Kontaktdaten zur Erreichbarkeit werden im Laufe des Tages bekannt gegeben.
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