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Die friedliche Revolution sollte uns Mut und Zuversicht geben

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Ministerpräsident Haseloff vertrat Sachsen-Anhalt offiziell zum Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Bonn. Gemeinsam mit einer Delegation aus Sachsen-Anhalt traff er in der ehemaligen Bundeshauptstadt mit Bundespräsident Wulff und Bundeskanzlerin Merkel zusammen. In einem Festakt im Landtag von Sachsen-Anhalt erinnerte der Ministerpräsident an die friedliche Revolution und den schwierigen aber insgesamt erfolgreichen Weg den Sachsen-Anhalt in den zurückliegenden Jahren genommen hat.

„Viele Menschen ergreift das Gefühl, dass die anstehenden Schwierigkeiten von der Politik nicht gelöst werden könnten. Ich erinnere alle daran, dass wir zurzeit der friedlichen Revolution und in den Jahren danach durch viel schwierigere Zeiten gegangen sind und viel größere Probleme haben lösen müssen. Das alles haben wir geschafft. Gerade wir Ostdeutschen, nicht zuletzt wir in Sachsen-Anhalt, sollten diese Botschaft weiter geben. Wir haben den Zusammenbruch einer ganzen Volkswirtschaft bewältigen müssen, und wir werden gemeinsam auch eine Euro-Krise lösen. Die Ereignisse von 1989 und in der Folgezeit sind auch heute dazu angetan, unseren Mut und unsere Zuversicht zu stärken." Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haeloff im Landtag.

In seiner Rede wies Haseloff auf die europäischen Dimensionen der deutschen Einheit hin. „Die Mauer fiel in Berlin. Ihre ersten feinen und sichtbaren Risse bekam sie aber schon Jahrzehnte zuvor." Haseloff erinnerte an den 17. Juni in der DDR, an den Volksaufstand in Ungarn, den Prager Frühling und die polnische Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc. „Dem geballten Freiheitswillen von Millionen Menschen waren Mauer, Stacheldraht und Eiserner Vorhang am Ende nicht mehr gewachsen. Diese Freiheitsbewegungen gehören zum Besten des gemeinsamen europäischen Erbes."

 

Haseloff erinnerte an die großen Erfolge der europäischen Integration. „Europa ist in Vielfalt geeint, und wir sollten das gerade in schwierigen Zeiten als Auftrag und Aufgabe verstehen, weiter gemeinsam und mit besonderem Einsatz am europäischen Einigungswerk zu arbeiten. Unabhängig von der Frage der Finalität: Zur europäischen Integration wird es auch im 21. Jahrhundert keine Alternative geben. Was ein Europa der Freiheit, der Rechtsstaatlichkeit und des Friedens wert ist, wissen vor allem jene Menschen, die in einem totalitären Staat gelebt haben."

© Dr. Reiner Haseloff 2012