Anhalt 800: Ein Geburtstag, auf den wir alle stolz sein können
„Das 800-jährige Anhalt-Jubiläum verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und lässt uns unsere Stärken, Potentiale und Besonderheiten entdecken. Historische Jubiläen können über den konkreten Anlass hinaus eine Aufbruchstimmung erzeugen, das Selbstbewusstsein festigen und den Zusammenhalt stärken. Anhalts 800. Geburtstag macht vor allem deutlich: Wir Sachsen-Anhalter haben eine unterschiedliche Herkunft, aber vor allem eine gemeinsame Zukunft. Sachsen-Anhalt hat Geschichte, ist aber keine Geschichte." Das sagte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff heute in Dessau-Roßlau. Dort nahm er am Festakt anlässlich der offiziellen Eröffnung des Jubiläumsjahres teil. In seinem Grußwort hob der Ministerpräsident die gewachsene Landesidentität hervor: „Aus dem Trennungsstrich im Namen unseres Bundeslandes ist mittlerweile ein Verbindungsstrich geworden. Es gibt in Sachsen-Anhalt Teilidentitäten wie in jedem anderen Bundesland, aber auch ein selbstbewusstes und gefestigtes Wir-Gefühl."
Sachsen-Anhalt soll vom Zukunftsmarkt Elektromobilität profitieren
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat in Magdeburg die neue Landesinitiative „Elektromobilität und Leichtbau" offiziell gestartet. Mit der Initiative wollen Landesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft die bestehenden Aktivitäten im Bereich Elektromobilität bündeln und forcieren sowie neue anregen. Binnen fünf Jahren soll Sachsen-Anhalt zu einem führenden Produktions- und Forschungsstandort für Antriebstechnologien und Energieträger entwickelt werden. Offiziell heißt die Landesinitiative „Elektromobil, Leicht und Intelligent – eine Initiative für Sachsen-Anhalt – ELISA". Haseloff betonte: „Wenn wir den großen Stellenwert der Automobilindustrie für die Zukunft sichern und keine Marktanteile verlieren wollen, dann muss Deutschland zu einem Leitanbieter und zu einem Leitmarkt für Elektromobilität werden. Dies stellt uns auch in Sachsen-Anhalt vor neue Anforderungen, denn wir wollen am Zukunftsmarkt Elektromobilität teilhaben und von ihm profitieren."
Nationalsozialismus war dunkelstes Kapitel der deutschen Geschichte
Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In seiner aktuellen Videobotschaft, die vor dem Denkstein in der Hegelstraße aufgenommen wurde, hob Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff „unsere historische Verantwortung gegenüber den Opfern" hervor. Er bezeichnete die Zeit des Nationalsozialismus als das „dunkelste Kapitel deutscher Geschichte". Diesem Kapitel müsse man sich in „seiner gesamten Tragweite stellen. Wir sind gefordert, jeglichen Formen von Antisemitismus und Intoleranz entschieden entgegen zu treten." Haseloff betonte die Wichtigkeit authentischer Gedenkorte. „Zum Erinnern brauchen wir konkrete Orte in der nächsten Umgebung, die uns das Schicksal vieler Menschen begreifbar machen." So erinnere der „Denkstein" in der Hegelstraße „an die Deportation Magdeburger Sinti und Roma. Sie wurden Opfer des Völkermordes in Auschwitz und in anderen Vernichtungslagern". Gedenkorte „mahnen uns Lebende, die Opfer und ihr unsägliches Leid nicht zu vergessen".
Neujahrsansprache des Ministerpräsident
Liebe Bürgerinnen und Bürger!
2011 verzeichneten wir in Sachsen-Anhalt eine der höchsten Wachstumsraten der Wirtschaft in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie noch nie seit den ersten Jahren nach dem Umbruch von 1989. Ich will nichts schönreden: Wir sind noch weit entfernt von den Zielen, die wir uns gesetzt haben. Und niemand kann heute sagen, wie sich die Dinge in Europa und der Welt entwickeln. Aber - wir sehen auch: Unsere Anstrengungen lohnen sich, wir können etwas. Wir dürfen stolz sein auf uns und auf Sachsen-Anhalt.
Sachsen-Anhalter sind tüchtig und zeigen Gemeinsinn. Gemeinsinn heißt, dass jeder Verantwortung trägt. Das gilt für die Politik, für die Wirtschaft, für die Wissenschaft, für die Kultur, den Sport; das gilt für jeden Einzelnen.
Weihnachten entscheidet sich in unseren Herzen
„Weihnachten wird nicht durch materielle Geschenke und einen maßlosen Konsum zum Fest. Das widerspricht seinem Sinn. Er erschließt sich nicht beim Blick unter den Weihnachtsbaum. Weihnachten entscheidet sich in unseren Herzen" erklärte Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff in seiner Videobotschaft zum Weihnachtsfest.
Weihnachten im Kreise der Familie und unter Freunden zu verbringen, vermittle Geborgenheit und verbinde Generationen. Der Ministerpräsident erinnerte aber auch an die Menschen, die einsam und krank oder in großer Sorge um die Zukunft seien. Ihnen gelte sein besonderer Gruß.
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